Posts mit dem Label Innsbruck werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Innsbruck werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 26. Juni 2015

Semesterende!

Endlich, endlich! Nach stressigen Restwochen mit Prüfungen, Präsentationen und vielen Terminen für meine Masterthesis ist nun das Semesterende da. Zum Abschluss gab es eine tolle Austauschrunde mit Pizza, Getränken und vielen netten Menschen. Tja, und nun? Nun setzt die Wehmut ein...


In den nächsten Wochen muss ich natürlich noch meine Arbeit fertig schreiben und einige Bücher in die Bib zurück bringen. Und ein paar Wochen in einer spannenden Organisation verbringen. So richtig Ruhe habe ich also erst einmal nicht.


Danach folgt die Bewertung, Zeugnisse und der Gedanke: Was nun? Es gibt so viel, dass ich gerne machen würde. Gleichzeitig ist es an der Zeit wichtige Weichen zu stellen, zu schauen was machbar ist... Und vielleicht auch auf das Herz zu hören. Was das bedeuten wird? Wer weiß das schon. ;)


Schon jetzt fehlen mir aber die ehrwürdigen Hallen der Theologie, der Ausblick aus dem Geiwi-Turm im 7. Stock und die Seminare in muffigen Kellerräumen.

Bis bald dann, liebe Uni. Hoffentlich ;)



Freitag, 24. April 2015

Die Wahrheiten des Studentinnenlebens?

(Der folgende Blogpost verwendet die ausschließlich weibliche Bezeichnung der Studentinnen, weil a) 98% meiner Kolleginnen weiblich sind und b) sich Männer heute mal mit gemeint fühlen dürfen)

Studentinnen sind faul.
Studentinnen schlafen bis Mittags.
Studentinnen erscheinen dann zu spät zu ihrem ersten Kurs, der nie vor 12 Uhr beginnt.
Studentinnen gehen immer zu früh.
Studentinnen erfinden lustige Krankheiten, um Kurse nicht zu besuchen/früher zu verlassen/...
Studentinnen wollen immer Ausnahmen haben.
Studentinnen feiern die ganze Nacht.
Studentinnen können einen Sonntag von einem Wochentag nur unterscheiden, weil die meisten Supermärkte (für den Biernachschub) dann geschlossen haben.
Studentinnen haben immer Zeit. Zu viel Zeit.
..
..

Kommt dir das bekannt vor? Ich höre solche Aussagen ständig oder lese sie in Zeitungen/Veröffentlichungen und schlauen Kommentaren. Und ganz bestimmt haben die Verfasserinnen (und Männer mit gemeint etc.) schon einige "solcher" Exemplare getroffen oder meinen "solche" Studentinnen zu kennen. Ich habe auch schon Studentinnen mit einer recht laschen Einstellung getroffen (an dieser Stelle sei geschrieben: Es waren fast ausschließlich Jus-Studentinnen... trotzdem käme ich nicht auf die Idee zu schreiben Jus-Studentinnen wären alle faul, betrunken und würden nur Perlenohrringe und Ralph Lauren Blusen tragen. Mir fallen nämlich postwendend genug Gegenbeispiele ein.).
Die Mehrzahl aller Studentinnen, die ich kenne und kennen lernen durfte, sind jedoch anders. Ganz viele davon sind interessierte, junge Menschen. Menschen, die bestimmte Fachbereiche sehr gerne mögen und durchaus viel Freizeit dafür verwenden sich selbst weiter zu bilden. Menschen, die um 3 Uhr Nachts Emails beantworten, weil sie nach ihrem (natürlich unbezahlten) Praktikumsjob noch etwas für die Uni machen wollen. Menschen, die schon eigene Kinder haben und ständig jonglieren und organisieren müssen, weil die Unis nicht fähig sind wirkliche Lernstätten zu bieten und stattdessen stumpfe Reproduktion mit Anwesenheitspflicht fordern. Menschen, die gleichzeitig arbeiten, studieren, Familie haben und oft auch noch unbezahlte Care-Arbeit leisten. Menschen, die aus einem anderen Land kommen und Schwierigkeiten mit dieser verteufelt schweren Sprache haben - und trotzdem für ihr Referat keinen englischen Text erhalten (obwohl es die in Hülle und Fülle gibt). Menschen, die sich selbstständig mit Themen auseinandersetzen und dann von Seminarleiterinnen einen emotionalen Abwasch zu erhalten, weil sie doch die gleiche Fragestellung (mit den gleichen vorgegebenen Texten...) wie die Studentinnen vom SoSe 2008/SoSe 2009/SoSe2010/... bearbeiteten sollten. Man wisse ja schließlich, dass dann ne gewisse Qualität kommen würde.
Studentinnen sind vielfältig. Und egal wie bestrebt, engagiert oder faul jemand ist, keinem ist mit einer solchen Ansage geholfen:

"Eine Mitschrift oder Onlinefolien gibt es bei mir nicht. Sie sind Studentinnen, sie haben sowieso zu viel Zeit. Sie müssen also herkommen und mir zuhören. Erklären sie mir nicht, dass sie keine Zeit haben, das ist doch Schwachsinn. Und die Texte, die ich online stelle, die reichen nicht für eine Vorbereitung. Nur damit sie es wissen."

Immerhin eines schafft man so: Die Studentinnen vernetzen sich. Aber kann das der Anspruch des Ganzen sein? Bestimmt spricht sehr viel (schlechte) Erfahrung aus diesen Sätzen, aber gerade in unserem (sozialen) Fachbereich muss es doch ansatzweise möglich sein einen diskriminierenden Tunnelblick zu vermeiden. Denn wenn nicht, tja, dann werden die Geisteswissenschaften irgendwie ad absurdum geführt. Und es wäre doch traurig, wenn Sheldon Cooper recht behalten würde mit seinen Thesen zur unnötigen Existenz von Geisteswissenschaften. Oder? 

Donnerstag, 5. März 2015

Internationaler Frauentag am 07.03 in Innsbruck/Tirol


Aufruf zur Solidarisierung anlässlich des Internationalen Frauentages
Samstag, 7. März 2015, 14:00, Treffpunkt Annasäule, Innsbruck
14:00-15:00 Uhr: Sammlung zur Demo - Redebeiträge zum temporären Denkmal gegen Gewalt an Frauen, Straßentheater Kurdischer Frauen, Info-Stand von ÖGB-Frauen, Musik, ....
15:00 Uhr: Start der Demonstration durch die Innsbrucker Innenstadt
Der - seit mehr als 100 Jahren bestehende - Internationale Frauentag am 8. März ist ein FEIERTAG: DANKE an Frauenrechtlerinnen und Feministinnen, dass wir heutzutage als Frauen formal gleichberechtigt sind, dass wir das Wahlrecht haben (nicht immer z.B. als Migrantinnen!!!), uns (aus)bilden und studieren können (nicht immer z.B. als Frauen aus der Arbeiterklasse!!!), halbwegs selbstbestimmt leben können (nicht immer z.B. als Frauen mit Behinderung), dass wir freier lieben dürfen (nicht immer z.B. als lesbische Frauen), dass wir kurze Haare und Hosen tragen können, Fahrrad fahren dürfen, uns immer öfter NEIN sagen trauen...
Der - seit mehr als 100 Jahren existierende -  Internationale Frauentag ist ein Tag, an dem Frauen weltweit ihre Rechte einfordern und auf immer noch bestehende Machtverhältnisse hinweisen!
Das, was uns gesellschaftlich trennen soll: der sog. „Migrationshintergrund“, das Tragen des Kopftuches, eine Behinderung, unser aller Anderssein..., macht uns politisch stark, WENN wir uns vernetzen, gemeinsam auf die Straße gehen, uns solidarisieren!
Frauen und Mädchen - bringt eure Freundinnen, Freunde, Bekannte... mit. Gemeinsam sind wir stark - nicht nur am Internationalen Frauentag! (Demo für ALLE).
Mehr Infos zur Frauenvernetzungsgruppe, zum Flugblatt und zu Aktivitäten rund um den 8. März in Tirol: z.B. auf www.aep.at
Organisation der Demo: „Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch“, c/o Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP, Schöpfstraße 19, Innsbruck.
Beteiligte Organisationen, Initiativen, Vereine:
Agru Zora, Aktion kritischer Schüler_innen - AKS, Alevitische Gemeinde Innsbruck (Innsbruck Alevi Kültür Derneği), Amara - Kurdische Frauen (Kürt Halk Evi - Kurdisches Volkshaus), bidok: Behinderung - Inklusion - Dokumentation, Büro für Gleichstellung und Gender Studies Universität Innsbruck, Demokratische Frauenplattform, Dersim Kultur- und Naturschutzverein, Die neue Frau (Yeni Kadın), Europäische Demokratische Frauenbewegung - ADKH (Avrupa Demokratik Kadın Hareketi), FiMMiT - Fraueninitiative von Migrantinnen und Musliminnen in Telfs, FrauenLesbenVernetzung Tirol – FLV (AEP-Frauenbibliothek, Aranea, ArchFem, Autonomes FrauenLesbenZentrum, Dowas für Frauen, Frauenreferat der Diözese, Frauen aus allen Ländern, Frauen im Brennpunkt, Frauen gegen Vergewaltigung, Gleichbehandlungsanwaltschaft - Regionalbüro für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt für Tirol, Salzburg und Vorarlberg, iBUS - Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiterinnen, Kinovi[sie]on, Verein Netzwerk Geschlechterforschung, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Tiroler Frauenhaus), Grüne Frauen Tirol, Initiative Minderheiten, Integration Tirol, ÖGB-Frauen Region Innsbruck und Umgebung, Plattform Bleiberecht, SPÖ-Frauen Tirol, Tiroler Gesellschaft für rassismuskritische Arbeit - TIGRA, Verein LILITH, Weltgebetstag der Frauen.

Sonntag, 18. März 2012

Zoobesuch! Was braucht man, was nicht und was ist wichtig?



Es beginnt die Sommerzeit. Und damit eindeutig: Zoobesuchszeit. Doch was braucht man im Zoo? Was sollte man mitnehmen? Was ist für Eltern wichtig und was darf man nicht versäumen?

Vorab finde ich es sinnvoll, wenn Eltern sich ein wenig über die vorhandenen Tierarten informieren. Die Tafeln zu den jeweiligen Tieren enthalten ja nur die wichtigsten Daten und die wirklich spannenden Geschichten müssen dann von den Eltern kommen. Eventuell kann man sich also auch ein Tierbuch mitnehmen und gemeinsam mit dem Kind nachschlagen.
Viele Zoos haben spezielle Gehege oder kleine interessante Geschichten. In Innsbruck ist das die Geschichte um die „Geierwally“. So etwas sollten Eltern wissen und erzählen können. Gerade solche heimatbezogenen Geschichten sind spannend und werden später den Freunden berichtet.

Damit man jedes Gehege mindestens einmal gesehen hat ist es clever eine Karte des Zoos zu besitzen. Dort sind oft sinnvolle Routen eingezeichnet. Ansonsten kann man leider schnell mal ein Tier übersehen. Viele Zoos bieten passend dazu auch Führungen an. Für größere Kindergruppen ist das sicher eine sinnvolle Überlegung, da so jeder wirklich alle Fragen beantwortet bekommt und die Eltern „nur noch“ schauen müssen, dass alle zusammen bleiben.

Gerade für die kleineren Kinder und Laufanfänger ist es wichtig, dass optional immer ein Buggy oder eine Tragehilfe mitgenommen wird. Zoos wie in Innsbruck oder Wuppertal sind sehr bergig und werden zu Fuß schnell anstrengend für die kleinen Erkundungsdetektive. Ein weiteres nützliches Gadget ist eine Picknickdecke, deren Unterseite beschichtet ist. So kann man sich schnell gemeinsam auf den Boden setzen, wenn einmal alle Bänke und Sitzmöglichkeiten belegt sind. Eine große Wickelunterlage kann dafür auch genutzt werden.

Und wenn wir schon beim Sitzen sind: Pausen machen. Kinder brauchen Zeit und Ruhe zum Verarbeiten. Und auch wir Eltern können zwischendurch kleine Verschnaufspausen gut gebrauchen. Daher sollten Getränke und ein paar Snacks auch immer dabei sein, weil der Zookiosk vielleicht am anderen Ende ist. Die Pausen kann man dann ruhig nutzen und etwas nachschlagen oder man macht ein paar nette Fotos.

Fotos sind für Kinder auch ein spannendes Thema. Die meisten Kinderkameras sind qualitativ minderwertig und vollkommen überteuert. Es lohnt sich eher eine normale Digicam mit Band zum Umhängen. Dabei werden die Ergebnisse besser und das Kind hat hinterher mehr Freude an den Fotos (und die Verwandten auch, die sich dann nicht ständig unscharfe Bilder anschauen müssen ;-) ). Die Bilder kann man hinterher toll in ein eigenes Heft kleben und beschriften. Oder es entstehen kleine Karteikarten, die sich mit dem Thema „Tier“ beschäftigen. 3 oder 4 wichtige Informationen auf die Karte schreiben und schon kann der Ratespaß daheim beginnen!

Nicht versäumen sollte man bestimmte Shows, wenn sie angeboten werden. Im Münchner Zoo (z.B.) gibt es bestimmte Fütterungszeiten oder Flugshows der Vögel. Gerade einen Greifvogel mal aus der Nähe fliegen zu sehen finde ich eine sehr beeindruckende Erfahrung. Auch der Faktor des Trainings ist sicherlich interessant (wenn auch diskussionswürdig, aber das ist ein Zoo generell).

Und gerade wenn es so schön sonnig ist: Sonnencreme und einen Hut nicht vergessen. Oft wird genau dies unterschätzt und der Sonnenbrand ist vorprogrammiert. Daher: Eincremen und vorher einen schicken Hut oder eine lässige Kappe kaufen. Und weil Eltern ein gutes Vorbild sind sollten auch diese sich zumindest eincremen.

Nicht mitnehmen würde ich Sandkastenspielzeuge oder ähnliches. Es geht schnell verloren und die Sachen dann wieder zu bekommen ist schwierig. Außerdem kann man sich oft Sachen leihen oder die Spielplätze sind von Haus aus sehr gut ausgestattet. Immer mitnehmen würde ich jedoch Zettel und Stift für Fragen, die man daheim nachschlagen will ;-)

Also dann: Viel Spaß im Zoo!

Ein Ausflug zum Innsbrucker Alpenzoo

Bei sonnigem Wetter und tollem Sonnenschein waren wir gestern im Alpenzoo Innsbruck. Der Zoo hat fast ausschließlich nur Tiere, die in unseren Regionen vorkommen können oder die hier früher beheimatet waren. Innerhalb des Zoos muss man einige Höhenmeter überwinden, da er nicht im Innsbrucker Tal ist, sondern oberhalb des Tourismus MCI.


Recht früh konnten wir die Geierwally bestaunen. "Geierwally" ist an einen tiroler Heimatroman angelehnt, der von einer jungen Frau handelt, die mit den üblichen Aufgaben der Frauen bricht und wie ein Junge aufwächst.


Eine kleine Tafel direkt am Geiergehege erinnert an diese Geschichte und erklärt den jungen Besuchern den Namensursprung.


Zwischen den Gehegen und Volieren sind immer wieder Brutstätten und Vogelhäuschen aufgehängt. Viele der Bäume und Sträucher sind zudem mit Tafeln ausgestattet, die wertvolle und interessante Informationen liefern. Daher ist für uns klar: Wir wollen die Schneeheide in den Garten einziehen lassen!


manch einer begrüßte uns standesgemäß...


andere verschliefen uns..


manche beobachteten uns im Doppelpack..


besonders kleine Freunde verspielten einfach die Zeit mit uns..


und die faulsten Kerle, die haben einfach ihre Schwarte in die Sonne gehalten und hoffen nun möglichst kross zu werden ;)

Insgesamt war es ein toller Ausflug. Wolf, Murmeltier und Co. haben uns viel Spaß gemacht und so werden wir dieses Jahr sicher noch einmal hin fahren.

Einzig eines macht mich immer wieder sehr traurig: Das Verhalten von Erwachsenen mit den Tieren. Ich durfte mir ansehen, wie ein Mitt-20er an den Hörnern eines Schafes zog und die Schweine piekste, damit sie aufstehen. Muss sowas sein? Ich habe da absolut kein Verständnis dafür, dass man Tiere piesacken muss. Geht mit den Tieren so um, dass ihr euch vorstellen könntet selber so behandelt zu werden. Lasst sie in Ruhe fressen und schlafen, äfft sie nicht nach und beschimpft sie auch nicht. Es mag in dem Moment cool wirken, aber eigentlich ist es nur peinlich und würdelos.